Notrufsystem für Senioren · Betreutes Wohnen zu Hause

Der Hausnotruf hilft nur, wenn
jemand den Knopf drücken kann.

Lifely Care ist ein Notrufsystem für Senioren mit automatischer Notfallerkennung. Es lernt den normalen Tagesablauf kennen — wann aufgestanden, wann Kaffee gekocht, wann die Wohnungstür geöffnet wird. Weicht der Tag deutlich davon ab, meldet sich das System von selbst. Bei den Angehörigen. Bevor jemand rufen muss.

Ohne Kameras  ·  ohne Mikrofon im Alltag  ·  ohne Umbau  ·  Daten in der EU

Warum der Knopf allein nicht reicht

Warum der klassische Notrufknopf im Ernstfall oft versagt

Er wird nicht getragen

Die Kette liegt nachts auf dem Nachttisch, das Armband beim Duschen im Bad. Genau dort passieren die meisten Stürze.

Er wird nicht gedrückt

Bei Bewusstlosigkeit, einem Schlaganfall oder einer Unterzuckerung kann niemand einen Knopf bedienen. Der Knopf setzt voraus, dass es noch geht.

Er kommt zu spät

Er meldet den Notfall. Er meldet nicht, dass jemand seit drei Tagen kaum noch isst, nachts unruhig wird oder das Bad immer länger braucht.

Lifely Care behält den Notruf bei — und legt eine zweite Ebene darunter: ein System, das von sich aus merkt, wenn ein Tag anders verläuft als sonst.

Das Prinzip

Jeder Mensch hat einen Tagesrhythmus.
Lifely Care erkennt Notfälle daran.

In den ersten rund zwei Wochen lernt das System still mit: Aufstehzeit, Wege durch die Wohnung, Küchennutzung, Toilettengänge, Schlafphasen. Daraus entsteht ein persönlicher Korridor des Normalen. Danach wird nicht mehr auf Ereignisse gewartet, sondern auf Abweichungen.

Gelernter Korridor Gewohnter Verlauf Heute
Automatische Notfallerkennung über den Tagesrhythmus Aktivitätsverlauf eines Tages im Vergleich zum gelernten Normalbereich. Der heutige Verlauf verlässt am Morgen den Korridor: seit 06:20 Uhr wurde keine Bewegung mehr erfasst, um 11:00 Uhr löst das System eine Rückfrage aus. 11:00 — keine Bewegung seit 06:20 Abweichung vom gewohnten Verlauf

Nicht Überwachung, sondern Muster

Gespeichert wird nicht, was jemand tut, sondern dass sich etwas bewegt hat: „Bewegung im Flur“, „Kühlschrank geöffnet“. Keine Bilder, keine Töne, keine Inhalte.

Der Rhythmus verändert sich mit

Wer später aufsteht oder im Winter weniger rausgeht, verschiebt seinen Korridor. Das System lernt weiter, statt an einem starren Sollwert festzuhalten.

Langsame Veränderungen werden sichtbar

Nächtliche Unruhe, immer kürzere Wege, seltener genutzte Küche: Entwicklungen über Wochen, die im Alltag niemandem auffallen — im Verlauf aber deutlich sind.

Der Ablauf

Hausnotruf einrichten: von der Installation bis zum ersten Hinweis

  1. 01

    Einrichten — etwa 30 Minuten

    Eine kleine Basisstation kommt in den Flur, dazu vier bis acht batteriebetriebene Funksensoren. Alles wird aufgeklebt oder aufgestellt. Kein Bohren, keine Kabel, kein Eingriff in die Wohnung. Die Angehörigen richten in der App die Verbindung ein und legen fest, wer wann informiert wird.

  2. 02

    Lernen — rund zwei Wochen

    Das System beobachtet still den Alltag und bildet daraus den persönlichen Normalbereich. In dieser Zeit gibt es noch keine Auffälligkeitsmeldungen — nur der Notruf über Uhr und Taster ist von der ersten Minute an aktiv.

  3. 03

    Begleiten — im Hintergrund

    Der Alltag läuft weiter wie vorher. In der App sehen Angehörige einen ruhigen Status statt einer Datenflut: alles im Rahmen, oder eben nicht. Wer nicht hinsehen möchte, muss nicht hinsehen — das System meldet sich, wenn es nötig ist.

  4. 04

    Reagieren — in Stufen

    Eine Abweichung führt nicht sofort zum Alarm. Lifely Care fragt erst nach, wartet ab und eskaliert erst dann, wenn keine Reaktion kommt. So entstehen keine Fehlalarme, die am Ende dazu führen, dass niemand mehr hinsieht.

Die Eskalation

Erst nachfragen. Dann informieren. Dann alarmieren.

Jede Stufe hat eine eigene Wartezeit. Reagiert jemand, endet die Kette sofort.

  1. Alles im Rahmen

    Der Normalfall. Es passiert nichts — bewusst. Keine Push-Nachricht, keine Tagesberichte, keine Zahlen, die niemand liest.

  2. Nachfrage bei der Person

    Die Uhr vibriert und fragt: „Alles in Ordnung?“ Ein Tippen genügt. Wer bestätigt, hört nichts weiter davon.

  3. Hinweis an die Angehörigen

    Kommt keine Antwort, erscheint ein Hinweis in der App — mit dem konkreten Grund, nicht als anonymer Alarm. Ein Anruf reicht oft, um die Sache zu klären.

  4. Anrufkette

    Bleibt es still, ruft das System die hinterlegten Personen der Reihe nach an — über die Uhr direkt in der Wohnung freisprechend. Wer zuerst annimmt, übernimmt.

  5. Notfallkontakt

    Ist niemand erreichbar, greift der hinterlegte Notfallweg: Nachbarschaftshilfe, Pflegedienst oder Rettungsdienst — festgelegt beim Einrichten, nicht im Ernstfall.

Unabhängig davon gilt jederzeit: Ein langer Druck auf die Uhr löst sofort einen Notruf aus und überspringt alle Stufen.

Das System im Überblick

Sensoren, Notrufuhr, Basisstation und App

Die Basisstation

Eine handtellergroße Box im Flur. Sie sammelt alle Sensormeldungen im Haus, wertet den Rhythmus vor Ort aus und hält den Kontakt zur App. Fällt das Internet aus, arbeitet sie lokal weiter und meldet später nach.

Die Sensoren

Klein, batteriebetrieben, funkbasiert, unauffällig. Sie melden Bewegung, geöffnete Türen, Stromverbrauch oder Feuchtigkeit — mehr nicht. Aufkleben, fertig. Erweiterbar zu jedem Zeitpunkt.

Die Uhr

Zeigt vor allem die Uhrzeit — groß, klar, ohne Menüs, in die man sich verirren kann. Darunter liegen Notruf, Nachfragen und Freisprech-Telefonate. Puls, Sauerstoffsättigung und Schritte fließen in das Bild des Tages ein.

App & Web

Für Angehörige eine ruhige Übersicht mit Status, Verlauf und Einstellungen — auf dem Handy oder im Browser. Mehrere Angehörige teilen sich die Verantwortung; jeder sieht dasselbe Bild.

Was ein einzelner Sensor über einen Tag erzählt

Kein Sensor sagt für sich viel. Erst zusammengenommen ergeben sie ein Bild — und genau daraus entsteht der Mehrwert gegenüber einem einzelnen Knopf.

  • BewegungsmelderFlur, Bad, SchlafzimmerZeigt, ob jemand aufgestanden ist, wie oft nachts das Bad genutzt wird und ob die Wege durch die Wohnung kürzer werden.
  • Tür- und FensterkontaktWohnungstür, KühlschrankErzählt vom Spaziergang, vom Einkauf, von der Mahlzeit — und meldet die im Winter nachts offen stehende Balkontür.
  • Steckdose mit VerbrauchsmessungWasserkocher, Kaffeemaschine, TVFrühstück gemacht, Fernseher gelaufen: einer der zuverlässigsten Hinweise darauf, dass der Tag normal begonnen hat.
  • Temperatur und FeuchtigkeitBad, WohnzimmerGeduscht oder nicht. Und ob die Wohnung noch geheizt wird — ein früher Hinweis auf nachlassende Selbstversorgung.
  • Wassermelderunter Waschbecken, WaschmaschineMeldet Leckagen, bevor aus einem Wasserschaden ein Umzug wird.
  • NotruftasterBad, Bett, SesselDer klassische Knopf — dort, wo er gebraucht wird. Als Ergänzung, nicht als einzige Absicherung.

Der Start beginnt klein: vier Sensoren an den entscheidenden Stellen. Jede weitere Wohnsituation — Haus mit zwei Etagen, Garten, Gartentor, zweites Bad — lässt sich später ergänzen, ohne das System zu tauschen.

Der Unterschied

Hausnotruf im Vergleich: Notrufknopf und Lifely Care

Vergleich zwischen klassischem Hausnotruf und Lifely Care
 Klassischer HausnotrufLifely Care
AuslösungNur durch aktiven KnopfdruckKnopfdruck und automatische Erkennung von Abweichungen
Bei BewusstlosigkeitKeine MeldungAusbleibende Aktivität führt zur Eskalation
Blick auf den AlltagNur der Moment des NotfallsVerlauf über Tage und Wochen
Rolle der AngehörigenWerden im Ernstfall benachrichtigtSehen den Status jederzeit, werden gestuft eingebunden
ErweiterbarkeitFest definiertes GerätSensorik jederzeit ergänzbar, pro Wohnung individuell
SprechkontaktÜber die Basisstation im WohnzimmerFreisprechend über die Uhr — auch im Bad oder im Keller
PrivatsphäreKeine KamerasKeine Kameras, keine Tonaufzeichnung, nur Ereignisdaten

Datenschutz und Privatsphäre

Würde ist keine Einstellungssache.

Ein System, das im Wohnzimmer eines Menschen steht, muss sich an strengere Regeln halten als eines im Büro. Deshalb ist Lifely Care so gebaut, dass die sensibelsten Daten erst gar nicht entstehen.

  • Keine Kameras. Weder außen noch innen. In keinem Ausbaustadium.
  • Kein Mithören. Das Mikrofon der Uhr ist ausschließlich während eines aktiv angenommenen Gesprächs aktiv.
  • Nur Ereignisse. Gespeichert werden Zeitpunkte und Sensorzustände — keine Inhalte, keine Gesprächsmitschnitte.
  • Verschlüsselt. Jede Verbindung zwischen Wohnung, Uhr und Server ist durchgehend verschlüsselt; jedes Gerät weist sich mit einem eigenen Zertifikat aus.
  • Getrennte Haushalte. Jeder Haushalt liegt technisch für sich. Angehörige sehen ausschließlich die Wohnung, für die sie freigeschaltet wurden.
  • Mitbestimmung. Die betroffene Person entscheidet mit, wer welche Daten sieht — und kann eine Freigabe jederzeit zurücknehmen.

Für Angehörige

Nicht mehr rätseln, ob alles gut ist.

  • Gewissheit statt Kontrollanrufe — der Anruf wird wieder ein Gespräch.
  • Benachrichtigung nur bei echten Auffälligkeiten, mit konkretem Grund.
  • Geschwister und Nachbarn teilen sich die Verantwortung in einer festen Reihenfolge.
  • Belastbare Beobachtungen für das Gespräch mit Arzt oder Pflegedienst.

Für Seniorinnen und Senioren

Zu Hause bleiben. Ohne beobachtet zu werden.

  • Kein Gerät, das bedient werden muss — der Alltag bleibt, wie er ist.
  • Die Uhr ist eine Uhr. Groß, ablesbar, ohne Menüs.
  • Im Ernstfall ist jemand da, auch wenn kein Knopf gedrückt wurde.
  • Der Umzug ins Heim rückt weiter weg statt näher.

Anwendungsfälle

Wann ein Notrufsystem für Senioren wirklich trägt

Ein Pflegegrad ist keine Voraussetzung. In diesen Situationen fragen Angehörige am häufigsten nach.

Alleinlebende Eltern

Vater oder Mutter wohnt allein, die Kinder leben in einer anderen Stadt. Ein Sturz im Bad bliebe unbemerkt, bis jemand anruft. Lifely Care schließt genau diese Stunden.

Nach einem Krankenhausaufenthalt

Die Rückkehr in die eigene Wohnung ist die kritischste Phase. Der Tagesverlauf zeigt sachlich, ob die Selbstversorgung wieder trägt — oder ob mehr Unterstützung nötig ist.

Beginnende Vergesslichkeit

Bei einer frühen Demenz sind es nicht die Stürze, sondern die nächtlichen Wege, die offene Wohnungstür und die ausgelassene Mahlzeit. Genau diese Muster werden sichtbar.

Wenn der Notrufknopf abgelehnt wird

Viele Menschen tragen die Kette bewusst nicht — sie steht für Hilfsbedürftigkeit. Sensorik im Hintergrund verlangt kein Eingeständnis und wird deshalb eher akzeptiert.

Chronische Erkrankungen

Bei Diabetes, Epilepsie oder Herzerkrankungen kann eine Notlage schlagartig eintreten. Automatische Erkennung wirkt dort, wo aktives Auslösen nicht mehr möglich ist.

Mehrere Angehörige, eine Verantwortung

Geschwister, die sich abstimmen müssen, sehen denselben Status und werden in festgelegter Reihenfolge alarmiert. Das beendet das stille „Ich dachte, du rufst an“.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Hausnotruf ohne Knopfdruck

Nein — und das ist ein technischer Unterschied, keine Formulierung. Es gibt keine Kameras und keine Aufzeichnung von Gesprächen. Das System kennt Zeitpunkte und Zustände: „Bewegung im Flur um 07:12“. Es weiß nicht, wer sich bewegt hat, was gesagt oder ferngesehen wurde. Und die betroffene Person entscheidet mit, wer etwas sehen darf.

Die Basisstation arbeitet lokal weiter und speichert Ereignisse zwischen. Kommt die Verbindung zurück, wird nachgeliefert. Fällt die Station selbst aus, meldet das System diesen Ausfall aktiv an die Angehörigen — Stille wird nie als „alles in Ordnung“ ausgelegt.

Nein. Die Sensoren werden mit Klebepads angebracht oder aufgestellt und laufen auf Batterie mit langer Laufzeit. Die Basisstation braucht eine Steckdose. Es wird nicht gebohrt, nichts verlegt, nichts verkabelt — auch in Mietwohnungen unproblematisch.

Genau deshalb gibt es die Stufen. Eine Abweichung führt zuerst zu einer stillen Nachfrage auf der Uhr, nicht zu einem Alarm. Erst wenn niemand reagiert, wird weiter eskaliert. Besuch, Urlaub oder ein Krankenhausaufenthalt lassen sich in der App als Ausnahme hinterlegen.

Nein. Lifely Care pflegt nicht und stellt keine medizinischen Diagnosen. Es schließt die Lücke zwischen den Besuchen — und liefert Angehörigen und Pflegediensten eine sachliche Grundlage dafür, wann mehr Unterstützung nötig wird.

Der Haushalt wird gelöscht, die zugehörigen Daten werden nach den in der Datenschutzerklärung genannten Fristen entfernt. Auf Wunsch stellen wir vorher einen Export bereit. Details dazu stehen in der Datenschutzerklärung.

Ein klassischer Hausnotruf besteht aus einem Notrufknopf und einer Basisstation und wird ausschließlich durch aktives Drücken ausgelöst. Lifely Care behält diesen Weg bei und ergänzt ihn um eine automatische Erkennung: Das System lernt den gewohnten Tagesverlauf und schlägt an, wenn dieser deutlich abweicht — also auch dann, wenn niemand drücken kann. Eine detaillierte Gegenüberstellung finden Sie im Abschnitt Hausnotruf im Vergleich.

Ein anerkanntes Hausnotrufsystem gilt nach § 40 SGB XI als technisches Pflegehilfsmittel. Die Pflegekasse bezuschusst es ab Pflegegrad 1 mit derzeit 27 Euro monatlich (Stand Mitte 2026, zuvor 25,50 Euro), sofern der Anbieter im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands gelistet ist. Voraussetzung ist in der Regel, dass die Person allein lebt oder tagsüber längere Zeit allein ist. Sprechen Sie uns an — wir sagen Ihnen offen, welche Teile des Systems darunter fallen können und welche nicht.

Ja. Die Sensoren bilden ein Funknetz, in dem jedes netzbetriebene Gerät das Signal weiterreicht — dadurch lassen sich mehrere Etagen, Keller, Garage oder Gartenhaus abdecken. Für große Grundstücke wird ein zusätzlicher Funkverstärker gesetzt. Die Uhr arbeitet über das WLAN des Hauses.

Meist deutlich früher, als Angehörige denken. Sinnvoll wird es, sobald jemand allein lebt und ein Sturz, ein Kreislaufproblem oder eine Unterzuckerung realistisch sind — häufig nach einem Krankenhausaufenthalt, bei beginnender Vergesslichkeit oder wenn die Wege innerhalb der Wohnung sichtbar unsicherer werden. Ein Pflegegrad ist keine Voraussetzung.

Ambient Assisted Living (AAL), auf Deutsch altersgerechte Assistenzsysteme, bezeichnet Technik, die im Hintergrund des Wohnraums mitläuft und ältere Menschen im Alltag unterstützt, ohne dass sie bedient werden muss. Lifely Care ist ein AAL-System: Die Sensorik bleibt unsichtbar, es gibt kein Gerät, das erlernt werden müsste — und der Nutzen entsteht genau dann, wenn niemand mehr aktiv handeln kann.

Nächster Schritt

Sprechen wir über Ihre Wohnsituation.

Jede Wohnung ist anders — und damit auch die Frage, welche vier Sensoren wirklich zählen. Schreiben Sie uns kurz, wie die Situation aussieht. Wir melden uns mit einem konkreten Vorschlag zurück, ohne Vertrieb und ohne Termindruck.